Der Lemgoer Schulkonflikt in den 50er Jahren hat Spuren hinterlassen

Aus der Geschichte kann man lernen, ja man muss Lehren aus der Geschichte ziehen. Davon waren nach Ende der Nazi-Diktatur auch Lehrerinnen und Lehrer überzeugt. Allerdings längst nicht alle. Viele wollten einfach vergessen und ihre eigene Beteiligung an der Diktatur nicht mehr thematisieren. So auch in Lemgo. Am EKG wurde der Schulleiter und engagierte Demokrat Ernst Werner weggemobbt und durch Wilhelm Kemper ersetzt, der eine beachtliche Nazi-Karriere hinter sich hatte.

Vor diesem Hintergrund sind zwei Exemplare eines Buches zu der exemplarischen Bedeutung dieses Lemgoer Schulkonflikts der Karla-Raveh-Schule als Dokument zur Demokratieerziehung übergeben worden.

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Klimaneutralität ist lebensnotwendig

Alle wissen es, die Klimaneutralität mit der Reduzierung des CO2- Ausstoßes und damit der weitestgehenden Versorgung durch regenerative Energien ist lebensnotwendig. Es ist höchste Zeit, überall, besonders auch „vor Ort“, alles erdenklich Mögliche dafür auf den Weg zu bringen. Ein erfahrener Experte dabei ist Dr. Dieter Attig. Wenn alle Kommunen spätestens 2045, Lemgo beispielsweise bereits 2035, klimaneutral sein wollen, was muss bereits jetzt dafür getan werden und planvoll auf den Weg gebracht werden?

Dr. Dieter Attig, einer der bundesweit bekanntesten Energieexperten, hat in einem Interview mit der LGPZ noch einmal wichtige Grundsätze und politische Weichenstellungen erläutert.

Hier das vollständige Interview !

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Auch in Lemgo beeindruckendes Zeichen für Demokratie und Vielfalt

Am Samstag, den 27. Januar – bezeichnenderweise am Tag der Befreiung des KZs Auschwitz – kamen mehr als 2000 Menschen vor dem Lemgoer Rathaus zusammen, um mit Nachdruck für Demokratie und Vielfalt zu demonstrieren. Dazu hatte das Bündnis „Lemgo hält zusammen“ aufgerufen. Alle Wortbeiträge wurden immer wieder durch unterstützenden Beifall unterbrochen. Unter den Rednern waren Bürgermeister Marcus Baier, der Geschäftsführer des Innovation Campus Lemgo, Joachim Höper, der Schülersprecher Lemgos, Daniel Ridderbusch, und Detlef Höltke vom Verein „Stolpersteine und Frenkelhaus“. Pastorin Ulrike Bell moderierte die Kundgebung, die mit der „Umarmung“ des Rathauses und der Kirche St.Nicolai in einer langen Menschenkette endete.

Die bewegendste Rede hielt Pfarrer Matthias Altevogt. Er erinnerte daran, wie 1942 die letzten 22 Juden, darunter Karla Raveh mit ihrer Familie, genau von diesem Lemgoer Marktplatz mit einem Bus ins Konzentrationslager gebracht wurden. Pastor Altevogt wurde konkret mit seiner Forderung nach Mut und Zivilcourage:

„Wenn eine Diktatur sich durchsetzen will, kann es nur geschehen, wenn die Mehrheit mitmacht oder es geschehen lässt. Wenn Du Feuerwehrmann bist und jemand sagt: „Wir wollen Synagogen, Moscheen und Flüchtlingsunterkünfte anzünden. Du sollst nur die Nachbarhäuser schützen.“, dann sage: „Ich rette jeden und schütze jedes Haus.“ Wenn du Polizist bist und jemand sagt: „Heute jagen wir Flüchtlinge, guck weg.“, dann sage: „In unserer Stadt wird niemand gejagt.“ Wenn du Arzt oder Pfleger bist und jemand sagt: „Den behandelst du nicht.“, dann sage: „Ich behandle jeden.“ Wenn du in der Verwaltung arbeitest und den Bus für die Deportation bestellen sollst, dann sage: „Nein, ich halte mich ans Grundgesetz.“ Wenn du Mensch bist und jemand sagt: „Den machen wir jetzt fertig.“, dann sage: „Jeder Mensch ist meine Schwester und mein Bruder. Ich stelle mich an seine Seite.

Im Namen der Initiative „Lemgo hält zusammen“ betonte Pastorin Bell, dass im Laufe des Jahres weitere gemeinsame Aktionen für Demokratie und Vielfalt geplant seien.

Der Lemgoer Initiative können weitere Bürgerinnen und Bürger, Gruppen, Vereine und Unternehmen beitreten und sich engagieren, z.B. auch mit eigenen Beiträgen und Vorschlägen. Hier bietet das Bündnis „Lemgo hält zusammen“. online die Möglichkeiten dazu.

„Wir wollen miteinander diskutieren“

„Wo kann man über die uns bedrängenden politischen Probleme ungebunden miteinander diskutieren? “ Mit dieser Frage begann der monatliche LGPZ-Stammtisch zu Beginn des neuen Jahres. Einige der diesmal „neuen“ Teilnehmenden schilderten ihre Suche danach. Rolf Eickmeier, stellvertretender LGPZ-Vorsitzender, erinnerte daran, dass die LGPZ seit inzwischen 35 Jahren immer auch aus verschiedenen Blickwinkeln einen „Blick hinter die Kulissen der Politik“ suche. Weiterlesen…